Rückblick zur "Ehrbares Olympia? So machen wir das!" am 08.05.2026

Braucht es für Olympische und Paralympische Spiele vor allem den Mut, sich als Stadt etwas zuzutrauen?

Darüber haben wir heute bei unserer Veranstaltung „Ehrbares Olympia? So machen wir das!“ in der Handelskammer Hamburg mit einem vielfältig besetzten Panel aus Wirtschaft, Kultur, Stadtentwicklung, Politik und Sport diskutiert.

Gerade diese Vielfalt an Perspektiven hat die Diskussion besonders gemacht. Denn deutlich wurde: Die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ist weit mehr als ein Sportprojekt. Sie ist auch eine Frage von Haltung, Zukunftsvertrauen und davon, wie wir Hamburg gemeinsam weiterentwickeln wollen.

Staatsrat Christoph Holstein erinnerte an die Erfahrungen aus Paris, von denen zuvor die französische Generalkonsulin Lorène Lemor in einem Video berichtet hatte: Holstein: „Wir haben in Paris erlebt, was die Spiele Positives bewirken können und was wir auch in Hamburg schaffen können und wollen.“

Dabei gehe es immer auch um die Frage, was langfristig bleiben soll: „Unsere Bewerbung gründete sich auf der Frage: Was soll bleiben und unser olympisches Erbe sein?“

Und auch bei der Finanzierung brauche es Mut und Zuversicht: „Kaufleute wissen, für Investitionen gibt es keine Vollkaskoversicherung. Nur wer wagt, gewinnt!“

Oberbaudirektor Franz-Josef Höing betonte die Chancen für Hamburg: „Die Spiele werden den aufrechten Charakter unserer Stadt nicht verändern, aber sie grüner, lebenswerter und schöner machen.“

Katharina von Kodolitsch, Präsidentin des Hamburger Sportbundes, sagte: „Sport lebt vom Vertrauen ins Miteinander und von Verantwortung für das Team. Diese Werte sollten Modell für unsere Stadtgesellschaft sein.“

Nawina Walker, Standortleiterin von Airbus Hamburg: „Airbus wünscht sich eine attraktive Stadt, die unsere Mitarbeitenden begeistert. Olympia hat dafür die Kraft.“

Joja Wendt beschrieb die Verbindung von Kultur und Sport so: „Sport und Musik sind Formen nonverbaler Kommunikation, die auf der ganzen Welt verstanden werden.“

Nataly Bombeck zog eine Parallele zur Elbphilharmonie: „Ohne Mut geht es nicht. Die Erfahrungen der Elbphilharmonie haben gezeigt: Wir können das.“

Sandra Quadflieg erinnerte an die Effekte für die Kultur in Paris und London: „Olympia ist auch eine Chance für alle Künstlerinnen und Künstler.“

Für die Versammlung Ehrbarer Kaufleute stand an diesem Morgen vor allem eines im Mittelpunkt: zu zeigen, dass die Werte der Olympischen Charta und die Werte der ehrbaren Kaufleute – Respekt, Anstand, Redlichkeit und Haltung – nahezu deckungsgleich sind. Ehrbare Spiele sind also möglich. Dafür sollten Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte in den nächsten Wochen werben.

Veranstaltungsort

Forum, Handelskammer hamburg Adolphsplatz 1 20457 Hamburg

Impressionen